Redebeitrag zum drohenden Irakkrieg

Berit Holzner

 

 

Drei Zitate sollen zum Nachdenken anregen. Sie stammen von der Feministin und Pazifistin Anita Augspurg (1857-1943). Die Zitate sind noch heute von bedrückender Aktualität.

1914 sagt sie:
"Ist es nicht Wahnsinn, Streitfälle, gleichviel welche, auf solchem Wege zu regeln? Ist es nicht Wahnsinn, um Länder, Macht- und Profitgier jeder Art zu befriedigen, die Massen der Völker gegeneinander zu hetzen, sie mit grausigsten Mitteln abschlachten zu lassen? Menschen, die einander nichts Böses angetan haben, werden erst zu grundlosem Hass fanatisiert und müssen sich dann auf Befehl gegenseitig morden."

Sie begründet die Bereitschaft zum Krieg so:
"Seitdem Vaterrecht herrscht, ist das Zusammenleben der Menschen in Familien und Staat auf Gewalt aufgebaut."

Aber sie sagt noch 1941:
"Gewalt (aber) kann niemals durch Gewalt überwunden werden, sondern nur, und zwar im Keime ohne Zaudern, durch Vernunft und Geist. Diese einzig richtige Erkenntnis hat sich nicht rechtzeitig durchsetzen können."

Diese Erkenntnis muss sich jetzt durchsetzen. Aber es werden sich nicht die dafür einsetzen, die von Gewalt profitieren. Nicht Waffenproduzenten und Ölfirmen, sondern die, die wirklich Frieden wollen. Und das sind wir!

Wir müssen uns zusammentun mit der Friedensbewegung weltweit. Wir müssen uns dafür einsetzen, dass die Voraussetzungen für den Frieden geschaffen werden. Das Patriarchat basiert auf Unterdrückung und ist somit Nährboden für Krieg.

Voraussetzungen für den Frieden sind deshalb Geschlechtergerechtigkeit, soziale Gerechtigkeit, und - um nochmals Anita Augspurg zu zitieren - Vernunft und Geist.

 

 

 

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02.02.03